
Der Legende nach stiftete Gräfin Alberada die stark befestigte Burg Banz 1069 zur Gründung eines Benediktinerklosters, nachdem ihr Mann, Markgraf Hermann von Vohburg, bei seinem Turnier ums Leben gekommen war. Ein Feuer im Jahr 1505 ließ Banz bis auf die Grundmauern abbrennen. Es wurde wieder aufgebaut und im Dreißigjährigen Krieg erneut zerstört, die Altäre zertrümmert, die Bibliotheksbestände, die Glocken und die Orgel entwendet.
Erst die Gegenreformation brachte der Benediktinerabtei wieder geistige und kulturelle Zugkraft und erreichte unter Abt Otto de la Bourde seine Blüte. In Banz entstand eine neue, die von Ludwig Dientzenhofer und Balthasar Neumann errichtete, Klosteranlage. 1719 konnte die Klosterkirche geweiht werden. Die künstlerische Innenausstattung übernahmen die Gebrüder Vogel sowie der Barockmaler Sebastian Reinhard. Im Zeitalter der Aufklärung wurde das Kloster zu einem bedeutenden Zentrum der Geistes- und Naturwissenschaften.
Mit der Säkularisation endet die letzte Blüte des Klosterlebens. 1814 erwarb der Wittelsbacher Herzog Wilhelm in Bayern das Kloster als Sommerresidenz. Banz nahm fortan bedeutende Gäste auf, so die Zarin von Russland, die Könige von Bayern und Preußen oder Gelehrte und Künstler wie Viktor von Scheffel, der 1859 hier das Frankenlied“ Wohlauf, die Luft geht frisch und rein“ schuf. Nach dem Ersten Weltkrieg verpachteten die Wittelsbacher ihren Besitz an die Trappisten.
Damit wurde aus Schloss Banz wieder ein Kloster. Im Jahr 1933 erwarb der Missionsorden der Gemeinschaft von den Heiligen Engeln das Kloster, im Zweiten Weltkrieg war Banz ein Lazarett, nach Abzug des Ordens ein großer Teil bis 1964 ein Caritas-Altenheim.
Die Hanns-Seidel-Stiftung kaufte 1979 die nur noch notdürftig instand gehaltene Abtei und restaurierte die Gebäude. Am 22. April 1983 konnte Kloster Banz als Bildungszentrum für politische Erwachsenenbildung eröffnet werden.
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